Bücherregal 2017

Auch dieses Jahr habe ich wieder viele Bücher gekauft und die meisten davon sogar gelesen. Dabei beziehe ich mich weder auf die Michael-Connelly-Serien, die ich zur Zeit durchlese, noch auf Ready Player One, das mir als 80er-Jahre-Kind so gut gefallen hat, dass ich für seine Verfilmung mal wieder ins Kino gehen werde, sondern nur auf Sachbücher. (Auch Dark Matter ist äusserst unterhaltsam, aber ich schweife ab …)

Von den nicht-technischen Sachbüchern hat mir The Little Book of Beyond Budgeting am besten gefallen. Mit Beyond Budgeting werde ich mich weiter auseinandersetzen, passt es doch hervorragend zu agilem Projektmanagement, Customer Development etc. (Auch The Startup Way dürfte gut dazu passen, doch das habe ich noch nicht einmal gekauft.)

Die grösste Enttäuschung war Programming with Scala – wie sich herausgestellt hat, ist der Autor weder ein guter Lehrer noch ein guter Programmierer; Scala wird damit ein Bärendienst erwiesen. ☹ Die anderen technischen Bücher waren glücklicherweise gut bis sehr gut.

Die meisten Gedankenanstösse gegeben haben mir die Bücher von Mark Schwartz: The Art of Business Value lege ich allen nahe, die bereits agiles Projektmanagement betreiben (in Scrum z.B. also dem ganzen Scrum Team bestehend aus dem Product Owner, dem Development Team und dem Scrum Master). A Seat at the Table (sowie A Reader’s Guide to a Seat at the Table) empfehle ich allen Mitgliedern von Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen von Firmen (und entsprechenden Organen anderer Organisationen), die von Software abhängen – und wer ist das im Zeitalter der Digitalisierung nicht? Phasenweise sieht der Autor zwar Bewegungen wie DevOps sogar für meinen Geschmack zu rosarot, und von Test-Driven Development wird man mich auch im neuen Jahr nicht überzeugen können, doch das tut dem Inhalt keinen Abbruch. Und obwohl er nicht selten etwas schneller auf den Punkt hätte kommen können (was er ja kann, wie man am Reader’s Guide erkennt), ist die Zeit für die Lektüre gut investiert.

Ä guets Neus!

APM

Vor gut einer Woche habe ich an der FHSG nochmals agiles Projektmanagement unterrichtet.

Zur Vorbereitung habe ich u.a. zwei neue resp. neu aufgelegte Publikationen gelesen, das nicht schlechte und kostenlose Modernes (Projekt-)Management: Scrum, Kanban, Management 3.0 & co. sowie das sehr gute Scrum mit User Stories.

Ausserdem habe ich dieses Mal die folgenden drei Anbieter von Kanban- resp. Scrum-ähnlichen Boards als Beispiele gewählt: AsanaMingle und Trello.

 

Brainstorming

Brainstorming ist eine Technik zur Ideenentwicklung [Rustler 2016], unter der sich die meisten der fast zehn (immerhin fast zweistellig!) Leserinnen und Leser dieses Blogs etwas vorstellen können und die z.B. im Design Thinking, wie es von der Universität St.Gallen praktiziert wird, zum Einsatz kommt.

Ende der Neunzigerjahre hatte mich mein Kommilitone Reto bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die Technik des Brainstorming gemäss eines P.M.-Artikels gar nicht so gut sei wie ihr (damaliger) Ruf. Vergessen habe ich den Hinweis nie mehr, aber seither auch nix Kritisches mehr zum Brainstorming gehört oder gelesen – bis vor ein paar Wochen:

Einerseits habe ich nämlich (das Vorwort zu) Sprint gelesen, in dem Jake Knapp wie in seinem Artikel “Stop brainstorming and start sprinting” seine Ernüchterung in Bezug auf das Brainstorming beschreibt. Andererseits hat fast gleichzeitig auch Trello erläutert, “Why Group Brainstorming Doesn’t Work“.

We’ve been warned.