CSI

CSI ist eine Franchise bestehend aus vier Serien:

  1. CSI: Crime Scene Investigation
  2. CSI: Miami (ein Spin-off von 1)
  3. CSI: NY (ein Spin-off von 2)
  4. CSI: Cyber (ein Spin-off von 1)

Von 1 habe ich wohl eine ganze Staffel gesehen, bevor ich gelangweilt ausgestiegen bin. Von 2 habe ich nur ein paar wenige Folgen ausgehalten, weil so ziemlich alle Charaktere so wahnsinnig nerven (Sie wissen schon, so wie die Charaktere aus der NCIS-Franchise …). Von 3 habe ich wieder eine ganze Staffel gesehen, bevor ich wieder gelangweilt ausgestiegen bin. Und letzten Sonntag Abend habe ich zum ersten und letzten Mal in 4 reingeschaut.

Anstatt „cutting bodies open and poking their organs“ flimmern jetzt –spoiler alert!– grüne Zeichen über schwarze Bildschirme; ansonsten bleibt alles beim „Bewährten“. Ich würde ja gerne sagen, dass die Serien so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind. Leider ist das nicht der Fall.

Back in Time

Der Film, den ich mit Abstand am häufigsten gesehen habe (nämlich schon über 30 Mal …), ist Back to the Future. 1988 habe ich ihn in den USA ein erstes Mal auf Englisch gesehen – noch bevor ich Englisch überhaupt verstand. Auch auf Französisch und Italienisch habe ich ihn schon gesehen; Französisch verstehe ich immerhin ein bisschen, Italienisch leider bis heute nicht. Nur im Kino habe ich ihn nie gesehen: nachdem ich meinem Vater erklärt hatte, worum es geht, kam er zum Schluss, dass der Inhalt nicht rechtfertigt, dass ein Zehnjähriger* in die Stadt fährt und ins Kino geht. ☺

Zuletzt habe ich Back to the Future diese Woche gesehen**, was praktisch unvermeidbar war, da die BTTF-Trilogie diesen Monat gefühlt auf jedem zweiten Thurcom-Kanal zu sehen war, was mich schon überrascht hatte. Und dann habe ich gestern Back in Time gesehen: Mir war nicht bewusst, wie viel Kultstatus Back to the Future geniesst. Für mich war er einfach einer meiner Lieblingsfilme. (Und über meinen Filmgeschmack lässt sich nicht streiten, der ist gelinde gesagt nicht so gut …) Jedenfalls kann ich Back in Time -allein schon wegen der seltsam anmutenden Szenen mit Eric Stoltz als Marty McFly!- allen empfehlen, die Back to the Future mögen – aber nur ein Mal, nicht 30 Mal.

* Vielleicht lief der Film in der Schweiz auch erst 1986 an; da war ich dann schon elf.

** Teile II und III habe ich mir übrigens erspart; ich fand sie schon im Kino -yep!- nicht annähernd so gut wie Teil I.

Staatstrojaner et al.

Eine der Vorlesungen, die ich Ende der 90er Jahre an der ETH Zürich besuchte, hatte Betriebssystem-Konzepte zum Thema. In der Vorlesung lernte ich u.a. zwischen Politiken (policies) und Mechanismen (mechanisms) zu unterscheiden. Letztere setzen erstere um, so dass für dieselbe Politik (policy) mehrere Mechanismen (mechanisms) in Frage kommen könnten, was eine sorgfältige Abwägung ihrer Vor- und Nachteile notwendig macht.

Im Rahmen der BÜPF-Revision soll nun auch der Einsatz von Staatstrojanern in gewissen Fällen erlaubt werden (Futur I …). Mit der Politik (policy), die Privatheit „der Bösen“ einzuschränken, um die Sicherheit „der Guten“ zu gewährleisten, habe ich kein grundsätzliches Problem, wenn dabei keine faulen Kompromisse eingegangen werden. Womit ich ein grundsätzliches Problem habe, ist der Mechanismus (mechanism) des Staatstrojaners.

Damit ein Staatstrojaner seinen Zweck erfüllen kann, muss sein Hersteller Sicherheitslücken entdecken, ausnutzen und darüber Stillschweigen bewahren, damit die entsprechenden Sicherheitslücken nicht gestopft werden. Wenn also das EU-Mitglied Zypern und das Schweiz-Mitglied Zürich Staatstrojaner lizenzieren, geben sie dem Hersteller einen wirtschaftlichen Anreiz, Sicherheitslücken nicht aufzudecken. Damit weisen jedoch auch ihre eigenen Systeme die gleichen Sicherheitslücken auf – so dass beispielsweise das organisierte Verbrechen einen „Staats“-Trojaner gegen die Bundesanwaltschaft einsetzen könnte oder ein unfreundlich gesinnter Staat gegen die Armee oder

In Anlehnung an Bruce Schneier: Entweder ist ICT sicher für uns alle, oder ICT ist unsicher für uns alle. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn die Schweiz wirtschaftliche Anreize geben würde, Sicherheitslücken aufzudecken und zu stopfen. Natürlich wäre es für die Judikative dann schwieriger, in der Schweiz 8 Personen oder so zu observieren, die nix Gutes im Schilde führen; vor allem wäre es jedoch auch viel schwieriger, 8 Millionen Schweizer zu observieren.

Name ist Schall und Rauch

Diese Woche habe ich mitbekommen, dass Typesafe den Namen ändern möchte. Und in meiner Rolle als Verwaltungsrat werde ich immer mal wieder darauf hingewiesen, dass Nezasa kein guter Name sei – obwohl sich Manuel et al. etwas dabei überlegt hatten.

Damit wir auch mit Variablen resp. Funktionen operieren können, wenn sie nicht gerade x resp. f heissen, pflegte mein Mathelehrer an der KSBG jeweils „Namen sind Schall und Rauch (und meine kranken Nachbarn auch)“ zu zitieren und andere Buchstaben -oder sogar 🌟 und ☕- zu verwenden.

Das ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen, so dass ich in Bezug auf Namen von Firmen relativ entspannt bin (und nicht nur ich): Apple Computer heisst nur noch Apple – verkauft jedoch nach wie vor Computer und immernoch keine Äpfel. Mit Doodle kann man nicht kritzeln, sondern Termine finden. Und Google hat seinen Ursprung nicht zuletzt in einem Schreibfehler

Swiss-based vs. Switzerland-based

Wenn man auf Englisch darauf hinweisen möchte, dass eine Firma ihren Sitz in der Schweiz hat, könnte man „based in Switzerland“ verwenden, z.B. „Squeng AG is based in Switzerland“. Und mir war immer klar, dass es „Switzerland-based Squeng AG“ (mit Substantiv Switzerland) heissen müsste und nicht etwa „Swiss-based Squeng AG“ (mit Adjektiv Swiss). Und das war nicht nur mein Verständnis. Deshalb hat „Swiss-based [start-up]“  immer wieder meinen Lesefluss gestört.

Um den Schweizer Start-ups weitere Peinlichkeiten zu ersparen, wollte ich sie hiermit darauf hinweisen – und wurde stattdessen eines Besseren belehrt. (Wobei das WWW nicht das WWW wäre, wenn man nicht auch Beispiele finden würde, die beide Versionen als korrekt befinden, insbesondere in Kombination mit „born“.)

Und die Moral von der Geschicht? Ich werde einfach „St.Gallen-based Squeng AG“ schreiben – ist ohenhin coolerlässiger.

Boxes

Als Myke und ich vor acht Jahren den neusten Stand in Sachen HTML & CSS lernten und nutzten für die damals brandneue Java-basierte Version von Doodle, war das Buch Little Boxes unser wichtigstes Lern- und Nachschlagewerk. In der Zwischenzeit ist das Buch (besser gesagt die Buchreihe, die daraus entstanden war) vergriffen. Mit Einstieg in CSS gibt es jedoch einen Nachfolger, der nach wie vor auch für Anfänger geeignet ist.

Um mich dieses Jahr wieder auf den neusten Stand zu bringen, lese ich jedoch Flexible Boxes und kann es nur schon nach dem ersten Teil all denjenigen wärmstens empfehlen, die HTML- & CSS-Vorkenntnisse haben.

Von Java nach Scala

Seit über 15 Jahren programmiere ich in Java, 10 davon intensiv. Obwohl Java mit der vor einem Jahr veröffentlichten Version 8 wieder grosse Fortschritte gemacht hat, mache ich nun Scala (das auch schon 10 Jahre auf dem Buckel hat) zu meiner neuen Hauptsprache. Andere Kandidaten waren C# und Go. Alle vier Sprachen haben gemeinsam, dass sie statisch und relativ stark typisiert sind, was mir äusserst wichtig ist. Scala lerne ich wie folgt:

  1. Studium von Atomic Scala: danach programmiere ich realistischerweise immernoch mit der Semantik von Java, aber immerhin in der Syntax von Scala.
  2. Studium von Functional Programming in Scala: danach programmiere ich hoffentlich funktional(er) und unterm Strich objekt-funktional.
  3. Studium von Programming Scala, um das Gelernte zu festigen und zu vertiefen.

Und sobald Programming in Scala neu aufgelegt wird, werde ich mir gerne auch Zeit für sein Studium nehmen. Praktisch nutzen werde ich Scala für die Entwicklung von Web-Diensten auf der Basis vom Play Framework.