Fensterchen

Zwar war mein Android-Telefon, ein Moto G der 2. Generation, erst zweieinhalb Jahre alt. Aber weil sein Betriebssystem von Lenovo realistischerweise nicht mehr aktualisiert wird, wären Privatheit & Sicherheit trotz Geräteverschlüsselung und konsequenter Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Dauer nicht mehr gewährleistet. (Und via Telefon sind allein schon in Form von E-Mail-Anhängen immer mehr persönliche und geschäftliche Daten zugreifbar.) Deshalb wollte ich ein neues Telefon.

Ursprünglich hatte ich es auf das Moto G4 Plus (oder das Moto G4 oder das Moto G4 Play) abgesehen, welches zur Zeit immerhin auf Android 7 (Nougat) aktualisiert wird. Aber was wäre danach? Dann hatte ich es auf ein Nexus 5X abgesehen, welches wenigstens noch knapp ein Jahr lang mit Updates versorgt wird (und mit Sicherheits-Updates vielleicht ein bisschen länger). Aber knapp 300 Fr. für ein Gerät ausgeben, dessen Betriebssystem in einem Jahr schon wieder veraltet sein könnte, wollte ich nicht.

Also spielte ich ernsthaft mit dem Gedanken, in den teuren Apfel zu beissen und mir ein iPhone SE zu gönnen. Aber ich bin halt zu geizigzurückhaltend, um 500 Fr. für ein Gerät auszugeben, das ich kaum brauchen würde (ich habe nicht einmal ein Abo, geschweige denn ein Datenabo, sondern nur einen Prepaid-Vertrag).

Doch nebst Android und iOS es gibt ja auch noch Windows 10 Mobile: Die Lumias sind für Microsoft zwar ein Flop, gute Telefone sind sie trotzdem. Und sie werden immerhin zeitnah mit (Sicherheits-)Updates versorgt; wenn das mal nicht mehr der Fall sein sollte, kann ich wieder ein neues Telefon kaufen: ökologisch wäre das zwar frustrierend, aber ökonomisch verkraftbar, hat mein diese Woche gekauftes Lumia 650 doch nicht einmal 80 Fr. gekostet – inkl. zusätzlichem Prepaid-Guthaben.