Tafeln

Zwei zentrale Praktiken von Kanban sind die Visualisierung der Arbeit und die Limitierung der begonnenen Arbeit (neudeutsch: Work in Progress [WIP]).

Vor wenigen Monaten ist Making Work Visible erschienen, das sich – wie es sein Titel schon sagt – insbesondere mit ersterem auseinandersetzt, aber auch zweiteres behandelt. Das Buch wäre gar nicht schlecht, wenn da nicht der schreckliche Abschnitt 1.2 wäre, der auf einem Vortrag basiert, in dem schludrig Gleichverteilung impliziert wird. Um das Restaurant-Beispiel aufzugreifen: wenn vier Personen zum z’Nacht verabredet sind, ist die Wahrscheinlichkeit nicht zwingend nur 1/16, dass sie alle pünktlich sind; es könnte sich ja um vier Schweizer handeln. 😉 Den gleichen Denkfehler musste John Oliver vor neun Jahren schon einem Mathe-Lehrer(!) austreiben

Für die Visualisierung habe ich zuletzt oft Trello verwendet, war u.a. mangels WIP-Limiten damit aber nie ganz glücklich, weshalb ich auch schon Asana boards, GitLab boards u.v.m. ausprobiert habe. Kürzlich habe ich jedoch eine Trello-Erweiterung von Corrello entdeckt, welche WIP-Limiten bietet, so dass Trello nochmals eine Chance erhält.

Übrigens ist meine Lieblingseinführung in Kanban nach wie vor Agile Project Management with Kanban.