Block me if you can

Adblocker im Allgemeinen und Adblock Plus im Speziellen sind gelinde gesagt umstritten. Man denke nur an die Adblockgate-Serie von vor vier Jahren, den Artikel im Feuilleton der FAZ von vor einem Jahr oder den Entschluss des Oberlandesgericht München vom letzten Monat.

Ich selbst habe immer auf Adblocker verzichtet, schon vor meiner Doodle-Zeit, während meiner vor allem werbefinanzierten Doodle-Zeit (alles andere wäre heuchlerisch gewesen) und auch noch nach meiner Doodle-Zeit (stattdessen gönne ich mir nun für wenige Franken pro Monat ein werbefreies Premium Doodle).

Dabei ist mein grösster Vorbehalt gegenüber Adblockern weder ein geschäftlicher noch ein juristischer, sondern ein rein technischer, wie mir diese Woche wieder in Erinnerung gerufen wurde.

Erinnert wurde ich an den einen Samstag Nachmittag vor plus/minus fünf Jahren, als u.a. David und ich unser freies Wochenende unterbrachen, uns an unsere Rechner setzten (ich zu Hause und David vermutlich von unterwegs) und den zahlreichen Fehlern nachgingen, die uns plötzlich gemeldet worden waren. Als Ursache hatte sich dann eine Verschlimmbesserung eines Adblockers herausgestellt, der übereifrig nicht nur Werbung ausgefiltert hatte, sondern auch kritische Funktionalität. Dass gewisse User es anschliessend völlig OK fanden und keiner Entschuldigung würdig, mit ihrem schlechten Adblocker unseren Nachmittag versaut zu haben, nennt man dann wohl adding insult to injury.

Und diese Woche? Eine Web-App, an deren Entwicklung ich mitwirke und die sowohl werbefrei ist als auch auf Google Analytics verzichtet (und stattdessen Piwik einsetzt), verhielt sich bei einem von uns Entwicklern fehlerhaft. Zum Glück habe ich nicht zu lange versucht, den Fehler an meinem Rechner zu reproduzieren, sondern ihn mir bald mal am anderen Rechner zeigen lassen. Dabei ist mir oben rechts in der Browserleiste das Adblocker-Symbol aufgefallen; kaum war der Adblocker deaktiviert, war auch der Fehler weg …