React

Für ein neues Kundenprojekt hat sich kürzlich die Frage gestellt, welcher Technologie-Stapel eingesetzt werden soll. Play (mit Java und nicht mit Scala) war bereits gesetzt. Offen war noch, ob daneben (das Ökosystem der Bibliothek) React oder Vue.js zum Einsatz kommen sollte oder gar das Gerüst Angular, aber hoffentlich nicht mehr AngularJS.

Zur Erleichterung von Odddots’ Martin und mir hat sich unsere Kundin für eine Bibliothek entschieden, nämlich React. Dass React eine gute Wahl wäre, wussten wir schon von The State of JavaScript. Zwischenzeitlich wurde sie von The State of Developer Ecosystem bestätigt – und zwar auf der ganzen Linie: nebst React setzen wir nämich auch webpack [sic!] und Jest ein.

Vor allem wurde die Wahl jedoch von unserer eigenen Erfahrung bestätigt, sind wir doch beide sehr glücklich mit dem React-Ökosystem. Und sehr zufrieden sind wir auch mit Visual Studio Code.

Digitrends

Vor vier Tagen fand die dritte ICT-Konferenz statt. In meiner Rolle als ehrenamtlicher Präsident vom Verein IT St.Gallen durfte ich sie moderieren und mich sowohl im Glanz der hervorragenden Organisation durch die IHK St.Gallen-Appenzell als auch im Glanz der fünf Kurzreferate, die dem Publikum ein breites Spektrum an Digitrends boten, sonnen.

Die Referate wurden für den IHK-Kanal aufgezeichnet. Mein Schlusswort bestand nicht zuletzt aus Literaturhinweisen.

Inspired

Vor zehn Jahren und knapp einem Monat, unmittelbar nachdem wir am 29. Februar 2008 die Inturico Engineering GmbH in die Doodle AG umgewandelt hatten, haben Doodle-Erfinder Myke und ich unseren ersten Mitarbeiter angestellt: Reto. (Gut zwei Jahre später haben wir dann auch noch seinen TestingTime-Mitgründer Oli angestellt.)

In seiner Rolle als VP of Product Management hat Reto irgendwann die erste Auflage von Inspired angeschafft und zur Pflichtlektüre für mich als CTO und andere gemacht. Weil ich das Buch als sehr gut in Erinnerung hatte, habe ich Ende letzten Jahres die zweite Auflage bestellt und Anfang dieses Jahres erhalten. Und erfreulicherweise ist auch die zweite Auflage sehr gut; so gut, dass ich sie allen wärmstens empfehle, die sich für das interessieren, was im Untertitel steht:

How to create tech products customers love

 

Tafeln

Zwei zentrale Praktiken von Kanban sind die Visualisierung der Arbeit und die Limitierung der begonnenen Arbeit (neudeutsch: Work in Progress [WIP]).

Vor wenigen Monaten ist Making Work Visible erschienen, das sich – wie es sein Titel schon sagt – insbesondere mit ersterem auseinandersetzt, aber auch zweiteres behandelt. Das Buch wäre gar nicht schlecht, wenn da nicht der schreckliche Abschnitt 1.2 wäre, der auf einem Vortrag basiert, in dem schludrig Gleichverteilung impliziert wird. Um das Restaurant-Beispiel aufzugreifen: wenn vier Personen zum z’Nacht verabredet sind, ist die Wahrscheinlichkeit nicht zwingend nur 1/16, dass sie alle pünktlich sind; es könnte sich ja um vier Schweizer handeln. 😉 Den gleichen Denkfehler musste John Oliver vor neun Jahren schon einem Mathe-Lehrer(!) austreiben

Für die Visualisierung habe ich zuletzt oft Trello verwendet, war u.a. mangels WIP-Limiten damit aber nie ganz glücklich, weshalb ich auch schon Asana boards, GitLab boards u.v.m. ausprobiert habe. Kürzlich habe ich jedoch eine Trello-Erweiterung von Corrello entdeckt, welche WIP-Limiten bietet, so dass Trello nochmals eine Chance erhält.

Übrigens ist meine Lieblingseinführung in Kanban nach wie vor Agile Project Management with Kanban.

Feuerfuchs

Mindestens seit der Gründung der Squeng AG vor ziemlich genau drei Jahren waren Chrome und Edge meine beiden Haupt-Browser. Um meine Abhängigkeit von Google (u.a. Gmail, Calender und Drive für private Post, Termine resp. Dateien) und Microsoft (u.a. Outlook und OneDrive für geschäftliche Post sowie Termine resp. Dateien) wenigstens pro forma ein bitzeli zu reduzieren, habe ich beschlossen, Firefox nach langer Zeit wieder zu meinem Haupt-Browser zu machen sowie DuckDuckGo zu meiner Haupt-Suchmaschine.

Zu Testzwecken werde ich Chrome und Edge nach wie vor verwenden, zumal es entsprechende Erweiterungen für Visual Studio Code gibt (und für Firefox zumindest noch nicht von Microsoft). Und für mein schlaues Telefon gibt es halt nur Edge … 🤨

Silicon Valley

Das Silicon Valley wird von aussen oft mit Ehrfurcht (und wohl auch etwas Neid betrachtet) und dient nicht selten als grosses Vorbild, dem man insbesondere in Startup-Kreisen nacheifern möchte. Dabei weiss man nicht zuletzt dank Silicon Valley (it’s funny because it’s true …), dass auch dort nicht nur eitel Sonnenschein herrscht. Letzte Woche habe ich zwei gute Beiträge gelesen, welche Schattenseiten thematisieren, einerseits The Other Tech Bubble von Erin Griffith (via Fred Wilsons What Happened In 2017) und andererseits das Tagi-Interview mit Jonas Lüscher.

Die Förderung von MINT-Fächern sieht Jonas Lüscher meiner Meinung nach zwar zu pessimistisch, aber der Teufel steckt wie immer im Detail: M(athematik) als Grundlage nicht nur von INT zu fördern finde ich sehr wichtig, während man sich über die sinnvolle Förderung von I(informatik) noch streiten darf und muss. Vielleicht könnten er und ich uns darauf einigen, dass es wünschenswert wäre, sich an den Erkenntnissen aus Lifelong Kindergarten zu orientieren. (Das Buch ist mir letztes Jahr noch durch die Lappen gegangen, dafür war es ein super Start in das Sachbuchjahr 2018.)